Seit 1996 ist Geistiges Heilen meine Berufung

meine Hände sind wie Augen - sie erkennen,

wie und wo sie berühren sollen.


Es kommt darauf an, den Körper mit der Seele und die Seele durch den Körper zu heilen - Oscar Wilde

Schon als kleines Kind stellte ich fest, dass ich »anders« war und auch aussah. Meine Haare hatte nicht nur eine, sondern zwei Farben. Dann hatte ich bei manchen Menschen auch das dringende Bedürfnis, sie zu umarmen. Sie mochten es. Dazu kam manchmal so ein Gefühl, dass »gleich etwas passiert« und tatsächlich geschah auch oft das, was ich sah. Meine Haarfarben blieben mir, doch die »Wahrnehmungen« geriet im Laufe meiner Entwicklung in Vergessenheit.

Dass die Berührung meiner Hände bei anderen Menschen so etwas wie »Frieden« bewirkt, gehörte zu meinem Leben und ich hatte keine Gedanken darüber.

Dagmar Hiller Portrait im Freien vor einer gelben Pflanze
Nach LIEBEN ist HELFEN das schönste Zeitwort der Welt - Bertha von Suttner

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Natürlich probierte ich mich aus, es waren ja spannende Erfahrungen, die ich da machte.

Berührte ich zum Beispiel eine schmerzende Stelle und ließ meine Hand ohne Druck liegen, entkrampfte sich der Punkt, der Schmerz wurde weniger oder verschwand ganz. Ich selbst spürte während der Berührung ein Pulsieren, Ziehen oder Stechen in der Hand. Das ließ erst dann nach, wenn die Person Erleichterung fühlte.

 

Doch war all das ohne Wissen. Dass das, was da geschah, Übertragung von Energien war, wurde mir bei einem »Werde heil in dir selbst« Seminar, das ich besuchte, erklärt.

Ich war bis dahin völlig ahnungslos, was das Thema »Geistiges Heilen« anbelangte.

 

Das plötzliche Wissen von Ereignissen, das Sehen dieser Abläufe oder das Eintreffen von Vorhersagen waren mir ja aus meiner Kinderzeit gut bekannt.

Zusammenhänge verstehen und erklären konnte ich aber erst mit dem Wissen von heute.

Die erste Begegnung mit der wunderbaren Schweizer Heilerin Renée Bonanomi im Jahr 1994 half mir dann wirklich weiter. Ich beschloss 1996, die Ausbildung »Heilen und Medialität« bei ihr zu beginnen. Meine Intuition und das Sehen hinter den Dingen wurden durch diese Ausbildung neu aktiviert. Durch intensive Förderung von Renée Bonanomi und weiteren namhaften Lehrern, wurden sensitive Impulse immens verfeinert und vertieft.
Mit der Zeit wussten meine Hände, wo ein Mensch berührt werden sollte und Geistiges Heilen ist bis heute, meine wirkliche Berufung.


Auszug aus einem Interview, Juni 2010

von Nicole Carina Fritz, freie Journalistin / Stuttgart

"Das meine Hände eine heilsame Wirkung haben, wurde mir erst während meiner Ausbildungszeit zur Heilerin richtig bewusst", sagte Dagmar Hiller.
Schon vorher, als selbstständige Mode & Interieur Stylistin, hatte sie beruflich viel mit Menschen zu tun und hörte während ihrer Tätigkeit immer wieder den Satz: "du hast so angenehme Hände, leg sie nochmal auf meine Schultern, das tut mir so gut."
Dagmar Hiller, sowieso ein "Anfassmensch", strich geduldig über Schultern oder Rücken und dachte sich nichts dabei.

Wieso auch, weder in der Familie noch im Freundeskreis gab es Kontakte zu Heilern.

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"Wie das bei ganz vielen Menschen so ist, kam dann mit etwa 45 Jahren so ein subtiles Gefühl, dass sich in meinem Leben etwas ändern muss", sagt Dagmar Hiller. Zu diesem Zeitpunkt hat sie im Grunde einen 24-Stunden-Job. "Ich war einfach so fertig und müde, wusste aber nicht, wie ich etwas ändern sollte. Frisch geschieden, hatte ich mich selbstständig gemacht. War gut gebucht und in der Werbebranche geht einfach kein Nein sagen, sonst ist man raus. So hing ich eben in diesem Hamsterrad."


Auf einer Esoterikmesse in der Stuttgarter Liederhalle bekam sie dann erste Hinweise.

"Ich habe mir, neugierig wie ich war, von einer Frau aus der Hand lesen lassen und die sagte zu mir: merkst du nicht, dass etwas passiert, wenn du andere Menschen berührst? Klar, hatte ich das schon erfahren, aber ich dachte mir nichts dabei".


Die Handleserin gibt Dagmar Hiller den Tipp, sich jemand zu suchen der ihr auf den Weg hilft, alleine würde sie es nicht schaffen.


Es dauert zwei Jahre und einen weiteren Besuch bei ihr, bis dieser Weg konkretere Formen annimmt. "Rein aus Neugier bin ich wieder auf die Messe zu dieser Handleserin gegangen und sie empfahl mir eine Schweizerin in Bern. Sie wusste außerdem, dass bei ihr am Wochenende eine Ausbildung beginne. Ich sagte alle meine Termine ab und bin dann zu diesem Seminar gefahren: ich wollte wissen was mit meinen Händen ist."

 

Vor Ort ist Dagmar Hiller fast unangenehm überwältigt von der Menschenmenge, die zu diesem Seminar angereist ist. Gleichzeitig fühlt sie sich auch merkwürdig angekommen. "Zum Schluss des Seminars habe ich bei meinem Sitznachbarn die inneren Organe gesehen, es war wirklich unappetitlich und auch sehr beängstigend für mich!" Auch Aura und Chakrafarben blieben für Dagmar Hiller plötzlich nicht mehr unsichtbar. "Das Sehen fühlte sich in mir an wie Prüfungsangst."


In den folgenden zehn Jahren besucht Dagmar Hiller zahlreiche Heilerseminare, auch heute noch fährt sie immer wieder für ein paar Wochen in die Schweiz, um ihre Kenntnisse zu vertiefen.


"Ich weiß es einfach, wenn im Körper eines Menschen oder in der Seele etwas nicht in Ordnung ist, ich spüre das" bringt Dagmar Hiller ihre Fähigkeiten auf den Punkt. Allerdings wird sie erst aktiv, wenn der Betroffene auf sie zukommt und nachfragt. "Aber ich sage dann zum Beispiel nicht, 'Sie haben etwas Schlimmes im Darm'. Ich gebe den Rat, sich doch mal entsprechend untersuchen zu lassen. Und meistens wurde die Störung durch den behandelnden Arzt auch bestätigt".


Überhaupt ist es Dagmar Hiller wichtig, dass Heiler und Ärzte zusammen arbeiten. "Im Idealfall ergänzen sich beide in ihrer Arbeit zum Wohle des Menschen".


Als sich Dagmar Hiller auf den Heiler-Weg macht, war Heilen noch fast ein Tabuthema:

"Im Gegensatz zu heute war Geistiges Heilen nur Insidern bekannt und man hat nicht öffentlich darüber gesprochen. Wenn ich doch mal erzählte, was es mit meinen Berührungen auf sich hat, wurde ich misstrauisch betrachtet und oft auch abgelehnt" erinnert sie sich.


Zwar hatte Dagmar Hiller selbst mit Spiritualität nie etwas am Hut und auch während der ersten Heilerausbildung wusste sie noch nicht so recht, was sie da eigentlich macht. Aber das Wissen wächst mit der Arbeit und bald wird ihr der Umgang mit der heilenden Energie so selbstverständlich, wie ihre Tätigkeit als Stylistin.

"Ich sah einfach wo ich hinfassen musste und das war, als ob ich im Menschen das Licht anknipse", sagt Dagmar Hiller und auch ihre damaligen Kunden profitierten von ihren neuen Kenntnissen. Bewussten Kontakt mit den Geistigen Ebenen hat sie noch nicht – sie berührt einfach gern, ohne zu denken.

 

"Der Kontakt kam erst, als ich anfing zu meditieren und es war der Beginn vom "Nichts" – der Unendlichkeit, der inneren Weite, dem Strahlen des inneren Lichts.

Viele Menschen, die meditieren, erwarten ja etwas. Zum Beispiel, dass sie Stimmen hören oder Bilder sehen, diese Erwartung muss ein Heiler "wegtrainieren". Denn das eigentliche Ziel beim Heilen ist eine innere Leere, nur dann können die Energieströme ungehindert fließen."

 

Dagmar Hiller hatte das Wesentliche begriffen: Man muss sich "leer" machen können, sein Ego hinten anstellen, um mit dieser Energie zu arbeiten. "Es ist wie mit Strom oder Wasser, beides braucht eine Leitung, aber ein Wasserrohr oder auch ein Kabel, nehmen sich nicht wichtig.

Ich bin als Heilerin nur Überträger, der die Heilenden Energien weiterleitet. Ist es doch der Körper, der die Fähigkeit hat, sich selbst zu heilen."


Die richtigen Grundlagen in der Heiltherapie gibt Dagmar Hiller seit 2003 in Schulungen an Interessierte weiter.
Die Auftragslage der gut gebuchten Stylistin wurde aus Zeitgründen im Laufe ihrer Heiler-Ausbildung immer dünner, dafür kontaktieren Dagmar Hiller immer häufiger Menschen, die sich bei ihr Linderung und Entspannung erhoffen.


Schließlich gibt sie ihre Tätigkeit als Stylistin auf, um sich ihrer neuen Berufung zu widmen.
"Ich freue mich, wenn ich jemand auf seinem Gesundungsweg begleiten kann und es ist für mich immer wieder wirklich faszinierend, was dabei alles möglich ist" sagt sie und unterstützt bei körperlichen und seelischen Beschwerden aller Art.

Dagmar Hiller, die manchmal auch von Kliniken zur Unterstützung  geholt wird, zieht aber auch Grenzen:

"Ich arbeite zum Beispiel nicht mit schwer herzkranken Menschen. Auch nicht mit Epileptikern, da die Berührung einen Anfall auslösen könnte.  Oder Kranken, die wegen tiefer Depressionen schon über einen langen Zeitraum Medikamente einnehmen."

Doch das sind die Ausnahmen. Grundsätzlich entscheide ich während des ersten Anrufs, ob es bei dem/ der Gesprächspartner:in möglich ist, eine Behandlung durchzuführen.