sich in den Tag hinein träumen ...

an einem nebligen Morgen auf der Schwäbischen Alb. Die Sonne gewinnt an Kraft, der Nebel wird schwächer, es wird heller. Ich liebe diese mystische Stimmung so sehr …

morgennebel im juni bei st. johann mit blick auf eine kuhweide
Nebelmorgen im Juni ...

Noch weiß der Tag nicht, wie er sich entwickeln möchte. Ich sitze am Fenster, meine Schale Frühstückstee in den Händen, die Kamera neben mir und geniesse das Schauspiel Sonne gegen Nebel. Und bin gespannt, wer diesmal die grössere Kraft hat. Jeden Moment mag ich im Foto festhalten, jeder Moment ist zauberhaft.

Nicht nur zur kalten Jahreszeit ist hier auf der Alb Wettertechnisch alles möglich. Morgens dichter Nebel und Mittags strahlend blauer Himmel, mit eisig kaltem Ost- oder wirbelndem Westwind. Oder es zieht wieder zu und bleibt den ganzen Tag Mittel- bis Dunkelgrau, um am späten Nachmittag den Tag mit einem leuchtenden Sonnenuntergang zu beenden.

Es sind stille, meditative Momente, mit denen ich meinen Tag beginne. Ich habe Zeit, ich nehme sie mir, meine Zeit. Ich finde, wenn ich den Tag in tiefem Frieden beginne, wird er wunderbar und selbst unangenehme Situationen verlieren so an Schärfe. Dafür stehe ich gerne eine Stunde früher auf.

der nebel löst sich auf die sonne gewinnt an kraft in einem der täler bei st. johann
Sonnenkraft löst Nebel auf ...

Das Denken schweben lassen …
es sind kreative Augenblicke, in dieser Zeit der Stille. Neben mir liegt mein Schreibblock und ich notiere mir meine Gedanken, forme sie in Worte. Sie steigen in meinem Geist auf, wie die Sonne durch den Nebel. Sie werden mir geschenkt, weil ich nichts suche, nichts will, nur bei mir sein mag, und ich selbst sein kann. Das Geschenk der richtigen Worte, sie kommen aus dem Herzen nicht aus dem Verstand. So entstehen die Blogtexte, die Meditationen. Meine Leser, Klienten oder Seminar-Teilnehmerinnen danken es mir, sie lesen oder hören die Worte mit ihrem Herzen und nehmen den Frieden mit in ihrem Alltag.

Ich kann es jedem nur wünschen, sich die Zeit für sich zu nehmen und das am Besten morgens. Lieber wie ich ein wenig früher aufstehen. Die innere Ruhe und Gelassenheit hält bis zum Abend an und am nächsten Morgen … tankt man wieder auf, mit einem Blick in die Natur. Und wer sie nicht so direkt vor der Nase hat wie ich ... ein Stückchen Himmel sieht doch sicher jeder und kann damit seine Traumreise beginnen, oder?

Eine gemütliche Sitzgelegenheit, die Beine hochlegen, die Schale Tee in den Händen und den Blick zum Himmel ... dorthin, wo der Frieden wohnt.

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