Manchmal sollten wir
den kleinen Dingen mehr Aufmerksamkeit schenken.
Sie lenken den Blick zu sich, schärfen die Wahrnehmung und bringen uns
inneren Frieden. Doch weil die kleinen Dinge meist so unauffällig, so wenig
spektakulär sind, werden sie gerne übersehen.

Wir Menschen eilen, rennen und erledigen alles mit Geschwindigkeit. Fühlen uns
gehetzt, oft überfordert, und in unserer Freizeit – falls vorhanden – wird auch das
Meiste auch noch schnell, schnell durchgezogen.
Was bleibt - ist Leere und man fühlt sich ständig angespannt!
Für das innere Licht ist kein Platz mehr, für die Bedürfnisse der Seele keine
Erfüllung. Wir gehen mit uns um, als lebten wir ewig und immer in der gleichen Kraft,
doch wir vergessen dabei:
Alles ist endlich!
Fangen wir an, anders mit uns umzugehen.
Achtsam, verständnisvoll und als wären wir zerbrechlich wie dünnes Glas.
Es muss nicht alles sofort sein und niemand kann und muss es allen recht machen.
Der wichtigste Punkt in jedem Leben ist man selbst. Und sich selbst sollte man gerecht werden und sich Gutes tun. Denn geht es mir gut, geht es auch denen gut, mit denen
ich zu tun habe.
Beginne doch mal mit – in Ruhe einem Regenbogen zuzuschauen.
Sich die Zeit nehmen zu entdecken, wie die Farben entstehen, wie sie immer
kräftiger werden und irgendwann wieder verblassen.
Wenn der Regenbogen erscheint, ist er eine Kleinigkeit und wissenschaftlich
erklärbar. Sieh es anders. Ist es nicht ein grandioses Farbenspiel?
Ein Regenbogen: Wassertropfenwunderwerk der Natur.
Nimm andere Wunderwerke der Natur. Manche Pflanzen entwickeln die
ungewöhnlichsten Farbkombinationen, wie das Pfaffenhütchen zum Beispiel.

Würden wir Frauen diese beiden schrillen Farben kombinieren? Eher weniger!
Die Pflanze schon, sie denkt nicht, sie ist. Trau dich was, sei du selbst, egal was
andere von dir halten, sei so wie das Pfaffenhütchen.
Du bist!
Oder versuche einmal an einem sehr frühen Morgen in die Natur zu gehen.
Das gibt Ruhe, tut gut, und man öffnet die Augen für Besonderheiten der Natur.
Wie zum Beispiel:
Die Tautropfen eine Blüte schmücken oder, wenn sich die Morgennebel auflösen.
Wenn die Vögel ihr Frühkonzert beginnen und sich die aufgehende Sonne über
Landschaft, Büsche und Bäume schiebt ...

Macht es nicht stiller und gelassener, wenn man mal etwas genauer hinschaut?
Es geschieht und es ist wunderbar. Aber um so etwas Schönes wie einen frühen
Morgen zu genießen, muss man schon eine gute Stunde früher aufstehen.
Doch das Ergebnis lässt sich sehen. Man beginnt seinen Arbeitstag sehr viel fröhlicher, ausgeglichener und hat auch noch eine große Portion Sauerstoff getankt.
Und wer in der Stadt wohnt: Vor dem Job eine halbe Stunde in den Park. Dort gibt
es auch viel zu sehen, was aufatmen lässt und inneren Frieden schenkt. Und so früh,
ist man auch eher allein unterwegs. Und man kann so viel sehen, weil es noch still ist.

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