Dagmar Hillers BLOG Archiv "Mutmach-Impulse"

Mutmach-Impulse können in schwierigen Momenten des Lebens helfen, wieder Licht

am Ende des Tunnels zu sehen.

Ihr lest von Spiritualität & Lebenshilfe, mit meditativen Texten & Mutmachern.

Findet Hilfreiches über Weisheit, Glücklichsein, Herzenswärme & inneren Frieden und könnt wunderschöne Channelings für positive, gute Gefühle in euch entdecken.


Ich brauche niemanden …

innere anspannung kann explodieren lassen, bitte nicht berühren
ein explosives Pflänzchen ...

[*]

ich komm schon klar – mach alles mit mir selbst ab – bin selber groß – brauch' keine Hilfe, Unterstützung oder Trost ... so zu denken ist falscher Stolz!
"Ich brauche niemanden" wird so oft gesagt.

Trotzig, verletzt oder frustriert …

weil man vielleicht früher einmal an die falschen Türen geklopft, um Hilfe gebeten hat und dann abgewiesen wurde. Oder man schämt sich weil man denkt, dass um Hilfe bitten als Schwäche ausgelegt wird.

So zieht man sich oft in sich selbst zurück, auch wenn man dringend Hilfe und Unterstützung bräuchte.  Oder versucht zuerst einmal, allein selbst zurecht zu kommen. Auch wenn man weiß, das ist aussichtslos, nicht zu schaffen.

Denn manchmal, manchmal geht’s nicht mehr allein, da braucht der Mensch wirklich Hilfe.

Da braucht’s ein offenes Ohr, eine hilfsbereite Hand.
Eigentlich ist nicht um Hilfe bitte doch nur die Angst, das Gesicht zu verlieren.

Der andere könnte denken man wär zu nichts in der Lage.

Ja ja, das Kopfkino …

die Gedanken machen sich selbstständig und wandern in die falsche Richtung.
Das kann dann so weit gehen, das man sich ständig im Kreis dreht und überhaupt nicht mehr zurecht kommt und – dadurch krank wird!
Krankwerden hat viele Ursachen, wie wir wissen.

Eine davon ist das ungesunde "in sich selbst zurückziehen, sich abzukapseln und niemand mehr an sich heranzulassen".
Trau dich! sage ich dir, es ist garnicht so schwer.

Vieles lässt sich leichter lösen wenn man eine andere Meinung hört.

Doch das: "seine Not aussprechen", das: "sich einem anderem Menschen anvertrauen und seinen Rat suchen", lässt oft schon bei sich selbst den Funken springen.

Plötzlich sieht man klarer, ist nicht mehr blockiert, dreht sich nicht mehr im Kreis. Allein schon deshalb, weil man sich geöffnet hat.
Trau dich! rate ich dir, es ist garnicht so schwer.

Vertrau dich jemandem an wenn du Hilfe brauchst, wenn du allein nicht mehr weiter kommst.

Hilfreiche Menschen gibt es mehr als du denkst. Du musst sie nicht suchen, meistens stehen sie schon längst neben dir.

Und das Sätzchen: “ich brauche deinen Rat” – öffnet Herzen.

02.09.2017


ein menschliches Gewitter ...

blitzartige ideen können während einer meditation auftauchen und den lebensweg in die richtige richtung weisen
Kraftvolle Energie ...

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Das Jahr 2017, empfinde ich bis jetzt als ganz schön heftig.
Kaum jemand bleibt von unangenehmen Erlebnissen verschont. Viele von uns erleben Schicksalsschläge, Extremsituationen oder erfahren einfach nur zwischenmenschliche Aggressionen, die sich zuspitzen um dann im Streit zu eskalieren – es knallt!
Selbst die Natur reagiert extrem, hier auf der Alb donnert und blitzt es so oft, wie in keinem Jahr zuvor.
Das hat mich inspiriert, den Gedanken ‘ein menschliches Gewitter’ einmal aufzuschreiben.
Ich denke, man könnte einen Streit, Zornesausbruch oder Ausraster, wie man so schön sagt, wie ein Gewitter beschreiben.
Wir erleben Beleidigungen, werden mit Verachtung behandelt, es wird gelogen und betrogen. Wir werden gedemütigt, demoralisiert, unser Vertrauen wird missbraucht.
All das sind tiefgehende seelische Verletzungen;

so zeigen sich erste kleine dunkle Wolken am Seelenhimmel. Vielleicht beginnt man etwas Neues, privat oder beruflich, doch der Neustart misslingt. Etwas anderes wird versucht, vielleicht mehrmals, doch auch die anderen Versuche funktionieren nicht.
Mit der Zeit verliert man mit den vielen negativen Erfahrungen immer mehr die Achtung, den Respekt vor sich selbst, man fühlt sich unfähig, glaubt nicht mehr an sich.
Die Wolken werden größer und dichter.
Die Verletzungen, die negativen Erlebnisse häufen sich, die menschlichen Begegnungen werden aggressiver, im Menschen brodelt es, die Wolken verfärben sich ins dunkle Blauviolett und werden zu einer bedrohlichen Masse.
Und dann ...
kommt jemand daher, spricht gedankenlos und unüberlegt einen Satz daher.
Der wird sehr persönlich genommen oder falsch verstanden, es kracht gewaltig und der Mensch explodiert wie ein gewaltiges Gewitter!
Er donnert, er blitzt, es hagelt böse Worte … die er besser nicht gesagt hätte. Und es führt zu Reaktionen, die er besser gelassen hätte.
Kurzum, der Mensch ist völlig ausser sich.
Er ist absolut nicht bei sich, in seiner Explosion, dem Donner, den Blitzen der Verletzungen. Dann folgt innere Leere, der Weinkrampf beginnt und führt bei manchem zu einem regelrechten Zusammenbruch. Die Tränen fliessen und fliessen. So lange, bis die extreme Anspannung endlich nachlässt. Oft geht das bis zur völligen Erschöpfung, das menschliche Gewitter ist vorbei.
Und man kann im Nachhinein vielleicht nicht einmal mehr sagen, weshalb man so dermassen ausgerastet ist
Doch wie ich oben beschrieben habe, es hatte sich im Laufe der Zeit und der Erlebnisse so viel Negatives in der Seele angesammelt, das musste einfach heraus.
Donner, Blitz und Wörterhagel, die Seele bricht auf, die Augen laufen über.
So wie der Wasserdampf vor dem Gewitter, der nach oben steigt und dann in dicken Tropfen abregnet.
Auch der Himmel kann weinen …
ich denke, so eine GewitterwolkenGeschichte haben schon viele von uns selbst oder bei anderen erlebt, viele Tränen der Hilflosigkeit und Ohnmacht erfahren.
Aber alles geht vorüber und dann blinzelt die Sonne ‘Zuversicht’ hinter den Wolken wieder hervor und man kann neu starten.
Doch sollte man sich, auch wenn es einem schwer fällt, bei dem Menschen der das Gewitter ausgelöst, das Fass zum Überlaufen gebracht und das Gewitter abbekommen hat, entschuldigen. Denn der sagte einfach nur zum falschen Moment den falschen Satz.
Man sollte ihm sagen: "es tut mir leid, dass es dich erwischt hat, ich habe hier einen Fehler gemacht, du warst garnicht gemeint, verzeih mir bitte".
Und welche Erleichterung durchströmt einen, wenn dieser Satz gesagt ist! Hab den Mut und geh diesen Schritt, er ist ein Zeichen von innerer Grösse.
Und der Beginn von einem neuen, guten Anfang ...

27. 08. 2017


innere Ruhe fühlen und die Stille hören können ...

abendliche impression bei st. johann auf der schwäbischen alb
mit jedem Atemzug wächst die innere Ruhe ...

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wenn Stress, Hektik, viel Arbeit und wenig Zeit einen drehen lassen, wie den alten Brummkreisel aus Kindertagen, dann braucht man zum Durchhalten innere Ruhe.
Die zu finden ist oft nicht möglich, wenn das Leben um einen herum pulsiert. Ich nehme mir dann eine Auszeit und ziehe mich in mich selbst zurück.
Damit mein Gehirn mir keine Denkstreiche spielt und mich ablenkt, lösche ich jeden aufkommenden Gedanken.

Dabei konzentriere ich mich auf die Bauchatmung und stelle mir vor, wie mit jedem tiefen Atemzug mein Kopf freier wird, sich der Nacken entspannt und die hochgezogenen Schultern sich senken.
Schon während dieser Übung lässt die Anspannung merklich nach, die innere Ruhe, die kommt dann mit dem nächsten Schritt.
Nicht weit entfernt von meinem Zuhause, habe ich ein verwunschenes Plätzchen entdeckt. Total versteckt, mit einer verwitterten Bank und fantastischer Aussicht, zum träumen schön. Dort ist es so still, dass man die Stille hören kann ...
Wenn nichts mehr geht, alles blockiert und ich fühle, wie meine Energie schwindet und wenn das Wetter es zulässt, dann wandere ich zu meiner Bank und nehme ein "Ruhe-Stille-Frieden-Bad". Lange sitze ich dann dort, zum loslassen, auftanken und um mich wieder zu finden.
Fehlt mir die Zeit um zu meiner Bank zu gehen, begebe ich mich in eine Meditation. Gedanklich wandere ich dann zu meinem besonderen Ort. Setze mich dort auf die Bank und versuche mich und die Natur so zu fühlen, als wäre ich wirklich da. Ich lasse die Ruhe mit dem inneren Bild in mir stark werden.

Das geht sehr gut mit der Meditation. Nur am Anfang kippt man gern, weil die Geräusche um einen herum ablenken, die Nase juckt oder man husten muss, oder ...
doch mit Geduld und immer wieder neuen Versuchen geht es irgendwann und man kann bei sich bleiben.
Du könntest diese Art des "innere Ruhe aufbauen" ja einmal versuchen, vielleicht machst du ja gleich heute Abend den Anfang?

Es gibt so viele friedliche Orte mit stillen, verwunschene Bänken. Hast du noch kein Plätzchen, dann nimm doch eins meiner Bilder, wie diese Bank zum Beispiel ...
dann atmest du, wie oben beschrieben und stellst dir vor:
"In meinem Denken und Fühlen sitze ich auf meiner Bank. Ich spüre die warme Lehne an meinem Rücken, ich rieche das Holz. Ein trockener, sonniger Geruch. Ich fühle das von der Sonne aufgeheizte Holz der Bank, auf der ich mich niedergelassen habe.
Nun lege ich meine Handflächen auf den Sitz, spüre das angewärmte rauhe Holz unter meinen Händen.
Fühle die Ruhe, die ich dadurch aufnehme und die sich auf meinen gesamten Körper überträgt. Spüre, wie Frieden in mir aufsteigt, sich ausbreitet.
In mir ist keine Anspannung mehr ... ich fühle nur Ruhe, Stille und Frieden. Alles verwandelt sich nun in Liebe, ich fühle sie so stark in mir. Ich lasse geschehen, lasse mich geschehen, ich spüre mich und grenzenlose Weite …
Ich Bin!"

15. 08. 2017


im ZauberLand des Lächelns …

abendstimmung auf der schwäbischen alb bei st. johann
Leichtigkeit und Frieden ...

[*]

manchmal wünsche ich mir, ich könnte zaubern wie die gute Fee.

Die den von Mühsal, Angst und Kranksein geplagtem Menschen mit ihrem Zauberstab berührt.

Damit dieser für sich nicht nur noch sein Elend sieht, da er kaum noch Kraft hat sich vorzustellen, dass auch für ihn das Leben noch Geschenke hat.
Ich wünschte mir ich könnte ihn dort hinzaubern, wo die Menschen immer ein fröhliches Lächeln in den Augen, in den Mundwinkeln und im Herzen haben. Nichts Eingefrorenes nein, das echte, ehrliche Lächeln das ansteckt und aus der Seele kommt.
Ihn zu schicken in dieses wunderbare ZauberLand des Lächelns, der Leichtigkeit und des Friedens. In diesem Land in dem alles lächelt, ob Mensch, ob Tier oder Pflanze.
Welch wunderbarer Traum …

Ich höre so viel Bitteres, so viel Schmerzhaftes, Unglückliches.

So viel erlebte Ungerechtigkeit, so wenig Frieden ist in manchem Menschenleben. So gerne wäre ich da die gute Fee …
Sicher, wenn der Mensch auf meiner Liege liegt, bin ich es vielleicht. Wenn die Atmung im Laufe der Behandlung ruhiger wird, die Stirn sich glättet. Wenn sich das erste zarte Wohlfühllächeln zeigt, dann ist mein Klient in diesem Wunderland.
Doch ist er nicht dauerhaft dort, die Zeit der Behandlung kommt dann doch einmal zum Ende.
Mein Klient nimmt zwar die guten, zuversichtlichen Gefühle mit nach Hause, doch halten diese nicht ewig an. Sie halten eben nur so lange, solange keine negative Erfahrung kommt. Geschieht das, kippt der Ungeübte sehr schnell wieder in sein altes Muster.
Schaut euch um.

Auf der Strasse, in Bus oder Bahn, kaum jemand lächelt.

Manchmal sitze ich im Strassencafé und schaue mir die vorbeihastenden Menschen an.
Zu zweit wird gelächelt, doch ist der Mensch allein unterwegs … mehr als selten!
Bitterernste Gesichter sehe ich, verkrampft, angespannt, vielleicht vor lauter Sorgen. Steile Zornesfalten auf der Stirn, zusammengekniffene Lippen, erschöpft oder mit traurigen Augen sind sie unterwegs, die Vorbeihastenden.
Nun stelle ich mir vor, im ZauberLand des Lächelns gibt es diese gute Fee.

Sie ist den ganzen Tag unterwegs und schaut sich die Menschen an.

Begegnet ihr jemand mit angespanntem Gesichtsausdruck, nimmt sie ihren Zauberstab und berührt das Herz.
Und ... setzt ein Sternchen hinein.
Und da das so gut tut, sich so wunderbar anfühlt, beginnt der Mensch zu lächeln.

Das Sternchen leuchtet für immer und ewig.

Und lässt der Glanz einmal ein wenig nach, kommt die gute Fee wieder vorbei, berührt das Sternchen und schon … leuchtet es stark und kräftig und der Mensch: er lächelt wieder!
Welch eine fantastische Vorstellung.
Ich wünschte wirklich, auch ich könnte so etwas Schönes erzaubern!

18.07.2017


eine kleine Auszeit - die PusteblumenReise ...

verblühter löwenzahn, die pusteblume
eine Reise ins Glück ...

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wenn es mal wieder so richtig dicke kommt, es mal wieder so eng ist, dass du am liebsten eine Reise zum Mond, Mars oder noch weiter weg buchen würdest ...
dann mach eine Pause.

Geh ins Freie, setz dich auf eine Wiese, auf eine Bank oder lehn dich an einen Baum, eben das was gerade da ist, was du erreichen kannst.
Ist das alles nicht möglich, dann geh in einen Raum in dem du eine Zeitlang allein sein kannst.

Schalt ab, klink dich aus deinem Alltag aus, schliesse deine Augen und dann stell dir vor:
"es ist Sommer!"

Zartblauer Himmel, laue Tage mit angenehmen Temperaturen, mit hellen Abenden und gelb leuchtenden Löwenzahnwiesen ...
es sind die ersten Blüten im Frühjahr, fast die letzten im Herbst und im Sommer kleine gelbe Strahle-Sonnen-Wiesen, soweit das Auge reicht.
Doch wenn der Löwenzahn dann verblüht ist, sich die dicken weißen Puschel gebildet haben, die Wiesen weißgelbgrau getupft sind, dann erinnere dich an deine Kindertage …
den Stängel ganz vorsichtig abknipsen, sanft pusten … und schon fliegen sie los, hunderte kleiner Fallschirmchen …
und im Moment, während du dies hier liest, laden sie deine Fantasie zu einer Auszeit ein, zu einer fantastischen Reise in die wunderbare Welt des Glücks ...
stell dir nun vor du bist winzig klein, kleiner als eins dieser Schirmchen und gerademal so groß, dass du in das Samenkorn hineinpasst und noch bequem darin sitzen kannst.
Und schon geht es los ...

ein sanfter Lufthauch und dein Samenkorb hebt leicht schaukelnd ab und du fliegst.

Sanft getragen vom leichten Wind geht es höher und immer höher ...

sicher, warm und gut geschützt sitzt du in deinem Körbchen und bist glücklich ...
unter dir wird die Landschaft immer kleiner.

Du siehst Felder, Wiesen und Wälder, alles winzig klein wie in einem Spielzeugland.
Das Schirmchen trägt deinen Samenkorb durch die Welt, die du vor deinem inneren Auge siehst und führt dich zu Orten, die du dir schon immer einmal anschauen wolltest.
Mal sinkt ihr ab, dann wird die Landschaft deutlicher, du kannst genauer sehen wo du dich gerade befindest.

Dann wieder trägt euch ein Aufwind nach oben, hoch über die Baumwipfel oder zerklüftete Gebirge hinweg.
Du kannst steile Hänge erkennen, Spielzeuggemsen springen an den Steilwänden entlang und als Begleiter segelt im Aufwind ein majestätischer Raubvogel neben euch her.
Dann sinkt ihr wieder ab und fliegt dicht über einen glasklaren, grünblauen Bergsee …

alles kann und darf geschehen, alles ist erlaubt auf dieser fantastischen Reise.
Und du sitzt entspannt in deinem Korb, lässt dir den Wind um die Nase wehen und fühlst dich herrlich.

Losgelöst von der Realität erlebst du das Abenteuer, in einem Pusteblumensamenkorb zu sitzen, deiner Seele die Welt zu zeigen und dabei Dankbarkeit und tiefe Freude zu empfinden.
Und wenn du dich gut erholt und genug von deiner Reise hast, landest du wieder im Alltag. Ausgeruht, gelassen und mit einem Lächeln wendest du dich wieder dem zu, was dich gerade beschäftigt.
Und stellst freudig fest, nach dieser Auszeit geht alles so viel leichter.
02. 07. 2017


das Rezept des inneren Friedens ...

ein ruhiges Plätzchen an der Lauter im Lautertal auf der Schwäbischen Alb
hier beginnt der innere Frieden

[*]

ist ganz einfach zu finden.
Wenn man den Wunsch zu innerer Ruhe, zum Stillwerden und zum ‘ganz bei sich sein’ verspürt, dann gibt es viele Wege. Den hier beschriebenen finde ich persönlich am Schönsten und Wirksamsten.

Ziehe dich zurück, such dir ein ruhiges Plätzchen wo du nicht gestört wirst und setze dich bequem hin.
Schliesse deine Augen, lasse deinen Atem fliessen. Kühle Luft über die Nase einatmen, bis tief in den Bauch, die angewärmte Luft über die Nase ausatmen.

Spüre, wie du über diese Atmung ruhiger wirst.

Mit deiner inneren Wahrnehmung stelle dir nun vor wie der Weg zu dir, zu deinem ICH aussieht. Ist er ganz gerade oder sanft geschwungen – ist er eben oder hat er eine sanfte Steigung – geht er steinig, aber zu erwandern nach oben oder ist er felsig, schroff und fast nicht bezwingbar?
So unendlich viele Möglichkeiten, finde die deine …
mein Rat – bleibe ehrlich zu dir selbst, nimm den Weg zu dir wie du bist, nicht den, wie du dich gerne siehst oder darstellst.
Es ist ja nichts Falsches daran, so bist du geworden im Laufe deiner Lebenszeit. Nur, nun stört dein Weg dich ein wenig, du hättest ihn gerne anders. Geschmeidiger, lieblicher, kurzum, für dich ertragbarer und einfacher zu finden, den Zugang zur Herzenskammer in deinem Seelenhaus.
Es ist wie mit einem Rezept. Bevor du beginnst stellst du erstmal die Zutaten zusammen.

Es sind nicht viele:
du brauchst zuerst einmal Zeit.

Zeit, nur für dich.

Dann ist viel Geduld mit dir selbst notwendig.

Etwas Verständnis für dein ‘so bin ich’ könntest du auch noch hinzufügen.

Und ein grosser Löffel Selbstvertrauen schadet ganz sicher nicht.

Eine kräftige Messerspitze Egoismus würzt das Ganze.
Anschliessend solltest du diese Zutaten langsam und ganz behutsam auf kleiner Flamme köcheln lassen. Geht alles zu schnell und kocht es zu stark, verlierst du die Kontrolle und kippst den Inhalt in die nächste Ecke.
Nichts ist gewonnen, keine Erkenntnis, keine Leichtigkeit, keine Form des Glücks. Nichts – nur Enttäuschung.
Langsamkeit ist das Geheimnis des inneren Glücks!

Der Zugang zu dir und deiner inneren Freiheit gelingt am Besten mit Achtsamkeit, Gelassenheit und Loslassen des Alltags, auf deiner Reise zum ICH.

24. 06. 2017