die Fäden des Schicksals …

sind mit unserem Lebensweg fest verknüpft.
Mal folgen wir dem einen Faden, mal dem anderen, je nachdem, welches Thema gerade dran ist … unablässig verbinden wir uns mit den sich kreuzenden Schicksalsschnüren.

bunte seidenschnüre von einem stand auf dem esslinger weihnachtsmarkt
Schicksalsfäden: Liebe, Selbstvertrauen, Zuversicht, Freude, Frieden ...

Ich stelle mir das so vor:

eine Schnur ist das Glück, eine andere die Liebe, wieder eine andere das Wohlbefinden, die nächste ist der Erfolg, oder …

es gibt vieles das mit uns verbunden, verknüpft ist.

Doch leider gibt es nicht nur Schönes.

Sind die guten Fäden zu fest verkettet und können sich nicht mehr lösen kann es sein, dass sie sich zur Unglücksschnur wandeln.

Oder zum Verlustfaden, der Misserfolgsschnur … dann hat man das Gefühl, Unglück verfolgt einen, wird zur Lebensbegleitung, serviert einem immer die gleichen bedrückenden, verletzenden Themen.
So wird das Leben ein einziges Knäuel, von in sich verworrenen, verknoteten Schnüren und Fäden, die es aufzudröseln gilt.

Sind die negativen Schnüre entwirrt, wandeln sie sich zum Positiven.

bunte seidenschnüre von einem stand auf dem esslinger weihnachtsmarkt
die Fäden des Schicksals verknüpfen ...

Die Aufgabe eines ganzen langen Lebens ist, den Wegen der einzelnen Schnüre zu folgen. Sie vorsichtig entwirren, wenn sie sich verknoten und jede einzelne Schnur in sich wieder aufrollen.

Ist ein Knoten gelöst, hört die schlechte Phase auf und eine gute kann wieder beginnen. Wird aus Ungeduld zu stark gezogen, dann reisst der feine Faden, die zarte Schnur.
Der positive Weg ist unterbrochen.

Das sind die Lebens-Momente des Verzweifelns, der Mutlosigkeit, der Erschöpfung.

Alles stagniert, nichts geht mehr.

Hart und fest sind die Schicksalschnüre zusammengezurrt und der arme Mensch denkt: "und jetzt, was tun - wie oder wo geht es weiter!"
Vor einigen Jahren gab es in meinem Leben eine extrem harte Zeit.

Damals entstand das Bild dieser Schicksalsfäden vor meinem inneren Auge.

Ich sah sie überdeutlich, diese vielen harten Knoten und Verknüpfungen, die sich einfach nicht mehr entwirren ließen.

In dieser Situation wurde diese Idee geboren.

Wie eine Erleuchtung habe ich das empfunden und es hat mir sehr geholfen, wieder zur Klarheit des Denkens, Fühlens und Handelns zurückzufinden.

bunte seidenschnüre von einem stand auf dem esslinger weihnachtsmarkt
verworrene Fäden des Schicksals

"Ich habe den verschiedenen Fäden und Schnüren gedanklich eine Farbe gegeben

und stellte mir vor:
jeder einzelne Faden, jede Schnur ist umhüllt von einer feinen Schicht Wachs, sodass die Farbe nicht nach aussen dringen kann, sie bleibt innen.

Nun befeuchtete ich den Beginn einer Schnur mit flüssiger Farbe, jedes bekam eine andere.

Sie saugten die Farbe sie auf, tranken den Weg.

Und von Anfang bis Ende konnte ich nun, trotz Verwirrung oder Verknotung die verschlungenen Wege sehen.

Man muss sie noch immer entwirren, die Schicksalfäden. Aber man sieht auch ein Ende, ein Ziel, einen Neubeginn."

Für mich war diese Vorstellung damals eine unglaubliche Erleichterung. Ich hatte wieder Zuversicht, Vertrauen, glaubte wieder an meine Vision.

Denn trotz Unklarheit der Zukunft wusste ich im Herzen - mein Weg führt zum Ziel.

Ich muss den bunten Fäden des Schicksals einfach nur vertrauensvoll folgen …

Auch heute noch gehe ich, wenn es mal wieder Bremsklötze und Stolpersteine gibt,

in diese Meditaion.

Bin ganz still in und bei mir und folge in meiner Vorstellung dem Weg der einzelnen Schnur, bei der es nicht mehr weiter geht. Und es gibt immer eine Lösung.

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