Muckefuck und Zauberpflanze ...

als Kaffee noch unbezahlbar war, wurde aus den gerösteten Wurzeln ( Kaffeewurzel )

der Wegwarte der Zichorienkaffee, auch "Muckefuck" genannt, herstellt.

schwebfliege fliegt von links zur blauen wegwarte
magisch angezogen ...

Die Blüte der Wegwarte hat einen kaum wahrnehmbaren Duft.
Ihr Geschmack jedoch ist sehr bitter, worauf auch ihre belebende Wirkung beruht.

Die Wurzel hat eine entgiftende, anregende und stärkende Wirkung auf Leber und Galle.
Sie sorgt für einen klaren Kopf und schärft den Blick für das Wesentliche.
Schon im Mittelalter war die Heilkraft der Wegwarte bekannt, wurde sie doch bei Melancholie oder zur Reinigung der Seele und des Körpers empfohlen.

Um die Mittagszeit soll man die Blüten ernten, nicht mit dem Messer abschneiden.

Man sollte sie besser ausbrechen, eine ziemlich klebrige Angelegenheit.

Werden sie bei Sonnenschein geerntet, ist ihre Heilwirkung am größten. Doch leider werden die Blüten sehr schnell braun.

Sie sollten direkt nach der Ernte im Backofen,

bei geringer Gradzahl und leicht geöffneter Tür, getrocknet werden.

Zaubersprüche und Rituale aus dem frühen Mittelalter ...

Diesem starren Kraut mit den unglaublich zarten Blüten, sagt man ungeahnt magische Kräfte nach.

weiße wegwarte am feldrand
Zauberhaft ...

So kann man sie gebrauchen, um jedes Hindernis im Leben zu überwinden.
Oder, als Zutat in einem Zaubertrank sollen die Blüten der weißen Wegwarte helfen, Liebesglück zu bringen.
Es heißt, die Wurzel der weiß blühenden Wegwarte, nach einem Ritual besprochen, würde hieb- und stichfest machen.
Die Überlieferung:

wenn man sich mit einem Gemisch, aus Wurzelsaft der weißen Wegwarte und Öl,

am ganzen Körper nach einem bestimmten Ritual einreibt, ergäbe das eine Tarnkappe.

Die gute Fee aus dem Wald brachte Frauen, wenn sie bei der Geburt zu verbluten drohten, das Kräutlein "Nimmerweh."

Zum ersten Mal erwähnt wurde die Wegwarte in einem ägyptischen Papyrustext aus dem

4. Jahrtausend vor Christus.

Den alten Ägyptern war die Wegwarte als magisches Kraut und Zauberpflanze bekannt.

Selbst Paracelsus hatte zur Wegwarte etwas zu sagen, nämlich: die Wurzel würde sich alle sieben Jahre in einen Vogel verwandeln.

Astrologisch: in der zarten Blütenfarbe offenbart sich der Einfluss der Venus, Saturn zeigt sich in der Zähigkeit dieser Pflanze, die auf alles Überflüssige verzichtet.

blaue wegwarte am feldrand
für die Seele ...

Die Indianer Nordamerikas sagen bis heute:
der Weg des Herzens und der Seele ist blau, wie eine blaue Blume, wie die Wegwarte.

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