Licht ins Dunkel bringen ...

und so die Leichtigkeit der sonnigen Tage herbeizaubern …  

morgennebel im herbst auf der schwäbischen alb bei st. johann gächingen

Grau ist es heute draussen, neblig und kalt.
Ziemlich schwierig finde ich, Wärme oder strahlendes Licht, beides brauchen wir ganz notwendig für solche Tage, in sich zu aktivieren.
Und doch, es geht …

Ich, zum Beispiel, suche mir dann ein Foto in meinem Fundus aus, das mich im Moment besonders anspricht, mich erinnern lässt.

Alles Mögliche kann man nehmen, vielleicht ein selbst fotografiertes Landschaftsbild, ein Foto aus einer Zeitschrift oder eine schöne Postkarte …

hell, freundlich und fröhlich sollte es wirken.
Es ist völlig egal von wem oder woher, nur sollte es kein Personenbild sein.
Dann schaue ich mir das Bild so lange an, bis ich mir alle Details merken kann. Setze mich an meinen Lieblingsplatz, schliesse die Augen und spüre in mich hinein …

vor meinem inneren Auge lasse ich nun das Bild entstehen, welches ich mir gerade eingeprägt habe.

Zum Beispiel gefällt mir heute das Foto eines Spätnachmittags im September …

blick von sonnenbühl genkingen über das tal an einem sonnigen novembertag

ich stelle mir vor, wie ich ruhig und zufrieden am Rand einer Wiese, an einen Baum gelehnt, sitze. Ich spüre die Wärme der fast vergangenen Sonnenstrahlen im Rücken, die sich im Stamm gespeichert haben, um sie jetzt an mich abzugeben. Mein Blick ist in die innere Unendlichkeit gerichtet …
ich sehe die Weite der Landschaft, die Harmonie der Farben, spüre die Ruhe dieses schönen Spätnachmittags, lasse den Frieden, den mir dieses innere Sehen vermittelt, gross werden.

Stille Freude ist in mir, Zufriedensein, Gelassenheit und das Gespür, wie nahe ich in diesem Augenblick mit meiner Seele verbunden bin. Ich fühle so tief, wie wichtig die Natur für mich ist. Hier schöpfe ich meine Kraft, hier beruhige ich meine Nerven, löse alle Anspannungen, hier tanke ich wieder auf.

Vielleicht kommen mir Zeilen eines Gedichts in den Sinn – dann spreche ich sie laut aus.
Lausche dem Klang meiner Stimme nach ... wie weich und harmonisch sie jetzt klingt.
Oder mir fällt das Textstück eines Liedes ein ... ich singe  die Worte, wie melodisch sich meine Stimme anhört, wie genau ich die Töne treffe.
Während ich all das in mir geschehen lasse, verändert sich unmerklich mein Fühlen.

leuchtender sommertag mit kornblumen in sonnenbühl genkingen

Aus grauer, schwerer Nebelstimmung hat sich mein Gemütslage in eine stille, liebevolle Freude verwandelt.
Egal wie es draussen ausschaut, in mir leuchten nun fröhliche Sonnenstrahlen.
In diesem Moment bin ich die Leichtigkeit meines Seins ... ich fühle mich sehr glücklich!

Ich wünsche euch von Herzen liebe Leser, dass auch in euch die stille Freude wächst, euch die innere Leichtigkeit begegnet, während ihr diese kleine Meditation ausprobiert ...

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Kommentare: 1
  • #1

    Ursi (Freitag, 10 November 2017 15:06)

    Oh wie schön, es wirkt! Fühle mich schon wieder besser�